brogleworks steht für Handwerkskunst: Die kleine GmbH mit der grossen Werkstatt ist bekannt für die herausragende Umsetzung von Konzepten aller Art. Zu einer ihrer erfolgreichen szenografischen Produktionen gehört der Kundenstand des Allianz Cinemas für das Atelier Lakrits. Inhaber Stefan Brogle verrät, wie sie den Zuschauerinnen und Zuschauern ein Feriengefühl vermittelt haben.

Stefan Brogle ist gelernter Schreiner. Nach seinem Studium in Industriedesign arbeitete er als Szenograph, bevor er 2007 seine eigene Firma brogleworks gründete. «In meinem Alltag komme ich mit vielen verschiedenen Leuten und Locations in Kontakt und erlebe Situationen, die ich als Schreiner so nicht erleben würde», erzählt der Inhaber auf die Frage, was seinen Job auszeichnet. brogleworks besteht aus 15 Mitarbeitenden: vier Projektleitern, zwei Junior-Projektleitern und sechs Angestellten in der 600 Quadratmeter grossen Schreinerwerkstatt – darunter drei Schreiner, eine Polydesignerin3D, ein Lagerist und ein Elektroniker. Die Kundschaft der GmbH besteht meist aus Agenturen, Design- oder Architekturbüros sowie grösseren Firmen, welche inhouse über eine Kreation verfügen. Im Unterschied zu anderen Ateliers ist brogleworks nämlich auf die Umsetzung bestehender Konzepte spezialisiert, wie Stefan Brogle erklärt: «Unsere Stärke liegt in der Formensprache und im Einsatz von einzigartigen Materialien.» Das Team erhält Renderings, also 3D-Visualisierungen, und fertigt auf dieser Basis Produktionspläne, Skizzen und Modelle an, bevor das Original schlussendlich angefertigt wird.

 

Der farbenfrohe Stand im Allianz Cinema macht Lust aufs Surfen

Farbenfroher Surfstand aus Altholz im Allianz Cinema

Zu ihrem namhaften Kundenstamm gehört das Atelier Lakrits, die das Konzept für das Allianz Cinema, welches während den Sommermonaten in Zürich, Basel und Lausanne für Kinovergnügen unter freiem Himmel sorgt. Im letzten Sommer 2017 wollte die Versicherung speziell das Thema Reiseversicherung an ihre Kunden bringen. brogleworks wurde daraufhin mit einem Konzept konfrontiert, welches die Umsetzung eines Surfstands umfasste. An diesen Stand konnten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer einerseits über die Versicherungsprodukte informieren und auf der anderen Seite ein richtiges Surf-Feeling erleben – mit einem Surfspiel von Eyecatcher, bei dem die Wellen auf den Bildschirm projiziert wurden und Surfbrettern, mit denen das Sporterlebnis am eigenen Leib erfahren werden konnte. «Den Stand bauten wir aus Altholz und malten ihn sehr farbenfroh an», berichtet Stefan Brogle. Nebst der Produktion des Standes, gehörte auch die gesamte Logistik sowie der Auf- und Abbau zu ihren Arbeiten.

 

 

Abstimmung mit den verschiedenen Dienstleistern ist das A und O

Besonders wichtig im Alltag von brogleworks ist die Zusammenarbeit mit den anderen Dienstleistern, welche die Konzepte umsetzen oder auf andere Art und Weise zum Endprodukt beitragen, wie der Fricktaler erklärt: «Die Schnittstellen müssen genau definiert sein, damit das Projekt zielführend und zeitsparend umgesetzt werden kann.» Denn für die Aufbauarbeiten hat das Team jeweils nur einen Tag Zeit und durchschnittlich arbeiten sie an zwei bis drei Projekten pro Woche – ein gutes Zeitmanagement ist also das A und O. Das Timing ist nämlich ebenfalls sehr begrenzt: Oftmals gelangen die Kunden äusserst kurzfristig an sie –wenige Wochen müssen reichen, um das Endergebnis auf die Beine zu stellen. Was sich in den letzten Jahren am meisten verändert hat? «Viele Projekte werden noch kurzfristiger umgesetzt und die Auflagendichte hat ebenfalls zugenommen», verrät Stefan Brogle und fügt als Beispiel Schneemänner an, welche sie kürzlich für die Rod Kommunikation AG und den Flughafen Zürich angefertigt haben. Da diese feuerfest sein mussten, verwendete brogleworks kurzerhand einen Schaum, der sonst für die Raumfahrt verwendet wird und daher so einiges standhält. In den Augen des Inhabers sind diese Massnahmen aber auch völlig berechtigt.

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