Newslab: Hinter den Kulissen

10 Tage in der nachhaltigen IKEA-WG wohnen

Für das Polydesign3D-Team von IKEA stand in diesem Jahr ein spezielles Projekt auf dem Programm: Die IKEA war zum ersten Mal an der Muba, der grössten und ältesten Publikumsmesse der Schweiz, vertreten. Das Highlight bildeten vier junge Mitbewohner, welche während zehn Tagen in der IKEA-WG zum Thema «Nachhaltigkeit» wohnhaft waren.

Fotos: David Hubacher, WITWINKEL GmbH

 

Claudia Böhm, neue Leiterin Visual Merchandising bei Manor, im Interview:

Seit Januar 2018 ist Claudia Böhm in ihrer neuen Funktion als Leiterin Visual Merchandising bei Manor tätig. Sie verrät im Interview, wie ihr Alltag aussieht, was die Arbeit bei Manor auszeichnet und was ihre Visionen für das VM-Team sind.

 

brogleworks: Mit Formensprache und kreativen Lösungen zum Endprodukt

brogleworks steht für Handwerkskunst: Die kleine GmbH mit der grossen Werkstatt ist bekannt für die herausragende Umsetzung von Konzepten aller Art. Zu einer ihrer erfolgreichen szenografischen Produktionen gehört der Kundenstand des Allianz Cinemas für das Atelier Lakrits. Inhaber Stefan Brogle verrät, wie sie den Zuschauerinnen und Zuschauern ein Feriengefühl vermittelt haben.

 

Noemi Rütti bildete sich weiter an der Schule für Gestaltung in Basel:

Sie erzählt uns warum. Anlässlich des Neustart des Bildungsganges im Januar 19 in Basel (Dipl. GestalterIn HF Kommunikationsdesign, Vertiefungsrichtung Visual Merchandising Design) veröffentlichen wir nochmals das Interview mit Noemi Rütti.

 

Polydesigner3D sind Allrounder im Profibereich

Miriam Vieli-Goll lebt ihren Kindheitstraum. Die Polydesignerin3D eröffnete bereits mit jungen Jahren ihre eigene Firma «visuelle kommunikation» und widmet sich täglich ihrer Leidenschaft, dem Gestaltungsbereich. Zu ihrem Portfolio gehört unter anderem die Migroszeitung, für deren Fotostylings sie oft verantwortlich ist, wie kürzlich bei einem Familienauto-Shooting. Mit ihrem Feingefühl sorgt sie für das perfekte visuelle Gesamtbild.

 

Interview mit Nicoletta Porceddu

Ich bin eine Macherin und das soll so bleiben
Ich will Bekanntes hinterfragen und Neues entdecken

Interview mit Nicoletta Porceddu (1974), Polydesignerin3D
An der Internationalen Handwerksmesse München, 8. März 2018

 

Lehrgang Polydesign3D verbindet Theorie mit Praxis

In der Deutschschweiz gibt es vier Gestaltungsschulen an verschiedenen Standorten. Ihre Lehrgänge sind sehr projektorientiert aufgebaut: Die angehenden Polydesigner3D lernen von der Planung bis zur Umsetzung den gesamten Prozess und werden bestens auf den Berufsalltag vorbereitet. So auch an der Schule für Gestaltung in St. Gallen, die jährlich ein GBS-Projekt mit den Lernenden umsetzen – wie kürzlich das Typo17 Symposium zum Thema «Resonanz».

 

Bei Expomobilia packen die Lernenden an:

Innerhalb von wenigen Wochen ein Grillfest für 40 Mitarbeitende zu organisieren, ist kein Kinderspiel. Die Lernende Fatima Runggaldier war erst seit zwei Monaten bei Expomobilia, als sie mit dieser herausfordernden Aufgabe konfrontiert wurde. Vom Konzept mit diversen Ideen bis zur Umsetzung – der Mitarbeiterevent wurde dank dem unermüdlichen Einsatz der jungen Frau und ihres Kollegen aus dem 4. Lehrjahr ein voller Erfolg.

 

Im Herbst weht ein warmer Wind durch die Micasa-Filialen

Was braucht es, um die gewünschte Stimmung auf einer Ausstellungsfläche sichtbar und spürbar zu machen? Welche Farbenkombination trifft ins Schwarze? Und durch welche Gestaltungselemente wird der gewünschte Ausdruck verstärkt? Das Polydesign3D-Team von Micasa stellt sich diese Fragen immer wieder. Für die Ausstellung «Autumn», die derzeit in den Filialen und im aktuellen Katalog präsentiert wird, wurde die Natur in die Wohnung geholt.

Atelier Reber: eine kleine Polydesign3D-Firma mit Durchsetzungskraft

Das P3D-Atelier Reber aus Wattwil inszeniert Schaufenster, Innenräume von verschiedenen Geschäften, Messebauten und Eventeinrichtungen. Ihr Arbeitsspektrum erstreckt sich von Computerberechnungen bis zum Handanlegen in der Spritzkabine. Für die Firma Kägi entwickelte das Team rund um Inhaber Res Reber ein portables, authentisches Riesen-Kägifret aus Styropor. In das Resultat möchte man am liebsten reinbeissen.

Herren Globus bietet ein neuartiges Einkaufserlebnis

Seit dem Umbau erwartet die Kunden im Zürcher Herren Globus-Flagship Store an der Löwenstrasse ein einzigartiges Shopping-Erlebnis auf drei grosszügigen Stockwerken. Dem stilbewussten Gentleman wird eine Palette an Service Leistungen geboten, wie etwa ein Barber Shop, eine Massabteilung und ein professioneller Schuhputz-Service. Das moderne Interieur besticht durch maskuline Farbtöne und eine «raw chicness». Zudem laden gemütliche Vintage-Fauteuils und die begrünte Innenhof-Lounge zum Verweilen ein.

Interview mit Leslie Kurmann zur Euroshop-Messe in Düsseldorf

Vom 5. bis 9. März war der Verband P3D mit einem Stand an der 50. Euroshop-Messe in Düsseldorf vertreten. Vor Ort wurde die neue P3D-Lern-App präsentiert. Leslie Kurmann, Visual Managerin bei Manor, die ebenfalls vor Ort war, berichtet im Interview über die Highlights und ihren persönlichen Liebling.

Atelier Kunz und Tellenbach

Beschriftungen, Grafikdesign, Digitaldruck, Architektur und Messebau prägen das Portfolio von Kunz + Tellenbach. Im vergangenen Januar war das Berner Atelier für das Design des Messestandes der Max Felchlin AG an der 33. Schweizer Fachmesse für Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriebedarf (FBK) verantwortlich. Zum Thema „Alpenchic“ kreierten die Polydesigner3D einen aussergewöhnlichen Stand mit Heuballen-Optik und Alpenchic-Interior

Manor Bachenbülach

Ende September hat in Bachenbülach ein neues Manor Warenhaus seine Türen geöffnet. Es wurde nach einem brandneuen Konzept eingerichtet, das in Zusammenarbeit mit einer Pariser Agentur entwickelt wurde. Die Visual Managerin Leslie Kurmann erklärt, weshalb das neue Haus mit seiner innovativen Verkaufsflächengestaltung einen neuen Standard für die Manor Gruppe darstellt.

Atelier DeKo2

Das Aargauer Atelier DeKo2 feiert 2017 sein 20-jähriges Jubiläum. Das hochmotivierte Frauenteam schaut auf eine intensive und herausfordernde Zeit, mit vielen einzigartigen Erfahrungen zurück. Polydesign3D bedeutet für Christa Pfister und ihre Mitarbeiterinnen zu gestalten, bearbeiten und umzusetzen, was im Kopf entsteht. Die unendlich grosse Freiheit, immer wieder neu kreativ gefordert zu sein, zeichnet ihren Alltag aus.

Interview mit Christian Weber

Der ausgebildete Dekorationsgestalter arbeitet selbständig an eigenen Aufträgen sowie als freier Mitarbeiter für diverse Firmen aus Film, Foto, Theater, Szenografie und Ausstellungsgestaltung. Dabei ist er mehrheitlich im Bereich Ausstattung und Requisite für Film- und Fernsehproduktionen tätig. In der bekannten Schweizer Krimiserie „Der Bestatter“ hat Christian Weber als Aussenrequisiteur im Ausstattungsteam mitgearbeitet.

Karin Kammerlander auf dem heissen Stuhl

Die Initiatorin der neuen Lern-App Polydesign3D berichtet über ihre Beweggründe für die Entwicklung der App, die voraussichtlich gegen Ende August verfügbar ist. 

Neuerdings Eventdesign

“We create, we design, we can” – so lautet der Slogan von Neuerdings Eventdesign. Das fünfköpfige Team entwickelt gemeinsam verschiedenste Events – vom Konzept bis zur Umsetzung nehmen sie alles in Angriff. 

Ikea Spreitenbach

Die neue Frühjahrskollektion „TILLFÄLLE“ von IKEA vereint kräftige Muster und bunte Farben mit skandinavischem Minimalismus. 

Für das Polydesign3D-Team von IKEA stand in diesem Jahr ein spezielles Projekt auf dem Programm: Die IKEA war zum ersten Mal an der Muba, der grössten und ältesten Publikumsmesse der Schweiz, vertreten. Das Highlight bildeten vier junge Mitbewohner, welche während zehn Tagen in der IKEA-WG zum Thema «Nachhaltigkeit» wohnhaft waren.

Wenn im Möbeleinrichtungshaus IKEA eine neue Saison beginnt oder eine neue Kollektion lanciert wird, arbeitet das 19-köpfige Team rund um Teamleiterin Rebecca Seiler – bestehend aus Interior Design, Visual Merchandising und Grafik & Communication - auf Hochtouren. Zu den alltäglicheren Arbeiten gehört etwa der visuelle Auftritt des Einrichtungshauses, saisonale Anpassungen sowie die Integration neuer Produkte und Kollektionen in die bestehende Ausstellung. Im Frühling wurden die kreativen Köpfe aber vor eine spezielle Herausforderung gestellt: IKEA war mit einer 180 Quadratmeter grossen Ausstellungsfläche, einer «nachhaltigen WG», an der Muba, der grössten und ältesten Publikumsmesse der Schweiz, präsent. Vier junge Mitbewohner wohnten während 10 Tagen vor Ort in dieser WG, wo sie den Messebesuchern live einen Einblick in ihren Alltag gewährten. Eine wichtige Voraussetzung mussten sie jedoch erfüllen: Nach vorgegebenem Budget saisonal und regional einkaufen und möglichst kein Foodwaste produzieren. Ihr Einsatz wurde mit einem IKEA-Einkaufsgutschein von CHF 1'500 Franken belohnt.

 

Während 10 Tagen in der IKEA-WG zuhause – vier junge Mitbewohner stellten sich dieser Herausforderung.

Mini-IKEA-Filiale unter dem Motto „Meine erste Wohnung – nachhaltig leben und einrichten“

Die grösste Herausforderung bestand eindeutig in der enorm kurzen, einwöchigen Aufbauzeit der Möbel und Produkte inklusive Wände stellen, Böden verlegen und Elektrik einbauen. «In diesem kurzen Zeitfenster bauten wir eine Mini-IKEA-Filiale auf, die aus schön arrangierten Ausstellungsräumen mit Produktauslageflächen und einer «Essbar», einem kleinen Café, bestand», erzählt Rebecca Seiler. Die gesamte Ausstellung stand im Zeichen des Themas «Nachhaltigkeit». Das Ziel war, den Besucherinnen und Besuchern aufzuzeigen, wie man die eigene Wohnung beim Einrichten mit einigen Massnahmen umweltfreundlich gestalten kann – also beispielsweise den Stromverbrauch mit LED-Lampen einschränken, energieeffiziente Küchengeräte (z.B. Kühlschränke) und Wasserhähne verwenden, Abfall trennen, bewusst nicht zu lange duschen und auf Foodwaste zu achten, wie es die IKEA-WG-Mitbewohner vorzeigten.

 

 

Eine Mini-IKEA-Filiale zum Thema «Nachhaltigkeit» – das Look and Feel an der Muba.

3D-Planungstools haben Modelle abgelöst

In einem ersten Schritt erstellten die Interior Designer für die Ausstellungsfläche an der Muba ein Briefingdokument. «Darin wird genau beschrieben, was das Ziel des Messestands ist – konkret wollten wir den Besuchern zeigen, wie kleine Massnahmen zuhause langfristig einen Einfluss auf die Umwelt haben können – und natürlich mussten wir das in einer ansprechenden Art und Weise umsetzen», erzählt die Teamleiterin. Bei der Planung und Umsetzung unterstützend zur Seite stand zudem die externe Agentur «bravoricky». In der Planungsphase wurden Skizzen, Sketch up- sowie Interior Design Tool-Zeichnungen, Moodboards und Collagen erstellt. «Da wir inzwischen ziemlich viel mit 3D-Planungstools arbeiten, produzieren wir immer weniger Modelle», verrät Seiler. Anschliessend stand die Organisation des Aufbaus an der Muba auf dem Programm: «Wir beschafften sämtliches Material, erstellten den Zeitplan und zogen eine Messebaufirma bei.» Der Aufbau innerhalb der enorm kurzen, einwöchigen Frist, wurde von einer Umbaufirma anhand der vorliegenden Pläne umgesetzt. Anschliessend inszenierten die Polydesigner3D die Ausstellungsfläche bis ins Detail aus.


Messe-Logistik und-Abläufe mussten eingehalten werden

Ein grosser Aufwand war auch das Pendeln zwischen der Muba und dem Einrichtungshaus, um fehlende Produkte und Möbel zu organisieren: «Wir waren durch den externen Standort stets auf deren Messe-Logistik und -Abläufe angewiesen», erzählt Rebecca Seiler. Das Feedback der Besucherinnen und Besucher war jedoch durchwegs positiv und der Abbau der kleinen IKEA-Filiale nach der Muba fiel gar nicht so leicht.


Fotos: David Hubacher, WITWINKEL GmbH